DIPLOMA 2x2

STUDIENLEITUNG: Prof. Dr. med. Martin Loos, Dr. med. Magdalena Holze

Standardmäßig erfolgt bei der Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes (Whipple-Operation) ein Bauchschnitt (offene Operation) als Operationszugang. Alternativ wird in großen Pankreaszentren mit hocherfahrenen Pankreaschirurgen bereits der minimal-invasive Zugang (über eine Bauchspiegelung / robotisch) angewendet und Vorgängerstudien haben bereits untersucht, ob beide Methoden hinsichtlich Sicherheit und Machbarkeit gleichwertig sind, also z. B. kein Unterschied hinsichtlich des Risikos für das Auftreten von Komplikationen besteht. Allerdings spielen bei der Whipple-Operation aufgrund einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse die onkologischen Parameter, z. B. die vollständige Entfernung des Tumorgewebes und die Überlebenszeit eine sehr wichtige Rolle. 

Das Ziel dieser Studie ist daher, zu bestätigen, dass der minimal-invasive Eingriff dem offenen Eingriff in Bezug auf diese Parameter nicht unterlegen ist.

 

Wichtigste Teilnahmevoraussetzung:

Bei Ihnen ist wegen eines bösartigen Tumors, der noch keinerlei Kontakt zu anderen Strukturen (z. B. benachbarte Blutgefäße) hat, die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes sowie des Zwölffingerdarmes (Whipple-Operation) geplant.

 

Ablauf der Studie:

Sofern Sie alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und nach detaillierter Aufklärung durch eine Studienärztin / einen Studienarzt der Teilnahme an der Studie zugestimmt haben, erfolgt die zufällige Zuteilung zu einem der operativen Zugangswege (offen oder minimalinvasiv). Nach der Operation werden Sie im Rahmen der Studie sechsmal während Ihres stationären Aufenthaltes und nach Entlassung telefonisch ebenfalls sechsmal innerhalb der folgenden fünf Jahre zu Ihrem Befinden und dem postoperativen Verlauf befragt. Die Gesamtdauer der Studie beträgt für Sie fünf Jahre.