TETRIS

STUDIENLEITUNG: Prof. Dr. med. Rosa Klotz
Nach Bauchspeicheldrüsenoperationen kann eine sogenannte Pankreasfistel auftreten, bei welcher sich Verdauungssaft der Bauchspeicheldrüse in den Bauchraum entleert, was zu teils schwerwiegenden bis lebensbedrohlichen Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen im Bauchraum führen und den Heilungsverlauf entscheidend beeinträchtigen kann. Diese Fisteln entstehen an den Verbindungsnähten der verbliebenen Bauchspeicheldrüse an den Dünndarm und zählen bis heute zu den häufigsten Komplikationen nach Bauchspeicheldrüsenoperationen.
Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen, ob bei denjenigen Patienten, bei denen eine Entfernung
des Pankreaskopfes und des Zwölffingerdarms (sogenannte Pankreatikoduodenektomie oder Whipple-Operation) geplant ist und die ein sehr hohes Risiko für die Ausbildung einer Pankreasfistel haben, eine komplette Entfernung der Bauchspeicheldrüse (totale Pankreatektomie) die Häufigkeit schwerer Komplikationen nach der Operation verringern kann.
Wichtigste Teilnahmevoraussetzung:
Bei Ihnen ist die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes sowie des Zwölffingerdarmes (Whipple-Operation) über einen Bauchschnitt („offene“ Operation) geplant.
Ablauf der Studie:
Sofern Sie alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und nach detaillierter Aufklärung durch eine Studienärztin / einen Studienarzt der Teilnahme an der Studie zugestimmt haben, erfolgt die zufällige Zuteilung zu einer der beiden Gruppen (Whipple-Operation oder komplette Entfernung der Bauchspeicheldrüse). Die anschließende weitere Behandlung erfolgt nach unseren Hausstandards. Nach der Operation werden Sie im Rahmen der Studie dreimal während Ihres stationären Aufenthaltes und nach Entlassung telefonisch fünfmal innerhalb der folgenden zwei Jahre zu Ihrem Befinden und dem postoperativen Verlauf befragt. Die Gesamtdauer der Studie beträgt für Sie zwei Jahre.